IT- & Prozessanalyse

Der Prozess im Diagramm ist nicht Ihr Prozess.

Eine belastbare Prozessanalyse zeigt Wartezeiten, Umwege, Rückläufe und Prozesskosten am realen Vorgang. Erst danach lässt sich begründet entscheiden, ob Prozessoptimierung, Systemänderung oder Automatisierung der richtige Hebel ist.

9,4 → 3,3 TageDokumentierte Retourendurchlaufzeit · Messbasis und Grenze im CaseBeleg ansehen →
PROZESS · DIE UNSICHTBARE ZEIT

Fünf Minuten Arbeit. Fast sieben Stunden dazwischen.

BearbeitungWarten & Rückfrage
Geplanter WegTatsächlicher Verlauf
  1. Eingang
  2. Geprüft
  3. Freigegeben
5 Min. Bearbeitung6 Std. 49 Min. Wartezeit nach der Prüfung

Das System meldet „geprüft“. Die Arbeit wartet auf eine zuständige Person. Genau diese Übergabe wird untersucht.

Illustratives Beispiel · keine Kundendaten
VOM VORGANG ZUM NÄCHSTEN SCHRITT

Sie wissen, wo es hängt. Danach auch, warum.

Wir verfolgen einen wiederkehrenden Vorgang, prüfen seine Belege und trennen Ursache von Symptom. Sie erhalten eine begründete Priorität: Was sollte zuerst verändert werden – und woran lässt sich die Verbesserung erkennen?

Vor Ort: die Arbeit sehen.

Übergaben, Rückfragen und Arbeit außerhalb der Systeme gemeinsam mit den Beteiligten nachvollziehen.

Remote: die Belege verbinden.

Zeitstempel, Dokumente und Systemstände auswerten und die Ergebnisse gemeinsam einordnen.

Die Gegenprobe unten zeigt die Methode an Beispielen. Sie können Ursachen verändern und sehen, welcher Prüfauftrag daraus entsteht.

NBC ENTSCHEIDUNGSLOGIK · PROZESS
Vorgang bleibt im HauptstromÜbergabe verändert den WegBruch wird an Ursache und Wirkung geprüftEntscheidung stabilisiert den Ablauf
INTERAKTIVE GEGENPROBEPROZESS · SELBST AUSPROBIEREN

Der Sollweg ist gerade. Die Arbeit ist es selten.

Öffnen Sie einen Ablauf. Sichtbar werden Wartezeiten, Rückfragen, Rückläufe und manuelle Umwege – genau dort, wo sie tatsächlich entstehen.

≈ 60 Sek. · ohne Daten · 1 Ablauf
VORSCHAU · SOLLWEG UND ECHTWEG
SOLLWEGEin sauberer Übergang.
ECHTWEGDer Vorgang läuft weiter – nur mit Reibung.

Hier bleibt Zeit liegen. Gleicher Vorgang, anderer Weg – und trotzdem läuft der Prozess weiter.

NBC PROZESS-GEGENPROBE · PROZESSQUERSCHNITT

Sollweg. Echtweg.

Öffnen Sie den geraden Ablauf. Übergaben, Systeme, fehlende Informationen, Freigaben und Rückläufe werden als betriebliche Realität sichtbar.

BETRACHTETER VORGANG
  1. 01AusgangslageDer geplante Ablauf
  2. 02FreilegungAbweichung und Arbeit öffnen
  3. 03ErgebnisBruch und Prüfauftrag lesen

Illustratives Modell, keine Messung Ihres Betriebs. Änderungen bleiben beim Szenariowechsel während dieses Besuchs erhalten. „Eigener Vorgang“ übernimmt beispielhafte Abweichungen, die Sie selbst anpassen.

DEN VORGANG VERFOLGEN

Ein Fall zeigt, wo die Arbeit hängen bleibt.

Setzt für diesen Übergang Ursache, Wirkung und Arbeitsort gemeinsam auf einen geklärten Zustand. Die Bewegung zeigt die Reihenfolge, keine gemessene Dauer.
WIRKMODELL · PROZESSArbeitszeit und Durchlaufzeit auseinanderziehen.
ARBEITSZEITaktive Bearbeitung
DURCHLAUFZEITinkl. Warten und Rückläufen
WIP-/STAUDRUCKrelativer Modellindikator

Illustratives Wirkmodell, keine Messung Ihres Betriebs. „Verbessert“ klärt ausschließlich den aktuell gewählten Übergang; alle übrigen Abweichungen bleiben bestehen.

ANSICHT SOLLWEG
Geplanter und tatsächlicher Ablauf eines betrieblichen VorgangsEin gerader Prozess wird in operative Arbeit, Verantwortung, Systeme und Rückläufe geöffnet.
IHR ERGEBNIS

Was der Prozessquerschnitt zeigt.

ERSTER BRUCHInformation fehlt vor der Kalkulation
VERDECKTE ARBEITKalkulation außerhalb des führenden Ablaufs
PRÜFAUFTRAGZehn reale Vorgänge am ersten Abzweig prüfen

Prozessquerschnitt geladen.

ERGEBNISRealer Ablauf und wichtigste Problemstelle

Ein realer Vorgang, Belege und ein klarer Prüfauftrag statt abstrakter Sollprozess.

ARBEITSARTEFAKTEDokumentierter Ablauf, Ursachen und Handlungsempfehlung

Übergaben, Wartezeit, Systemspur und Verantwortlichkeit werden nachvollziehbar dokumentiert.

MITWIRKUNGFachbereich, IT und Entscheider zeigen denselben Vorgang

Die benötigte Mitwirkung richtet sich nach dem realen Fall; sie wird vor Start konkret abgegrenzt.

DAUERRAHMENNach Zahl und Tiefe der zu prüfenden Vorgänge

Nach einer kurzen Eingrenzung: Dauer und Aufwand werden aus dem Prüfauftrag abgeleitet.

DREI BEWEISE FÜR DEN ECHTEN PROZESS

Den Vorgang verfolgen. Die Ursache belegen.

Belastbar wird die Analyse, wenn Vorgang, Systemspuren und Arbeit außerhalb der Systeme zusammenpassen. Ein Beispiel aus dem Vertrieb zeigt der Case Angebotsverfolgung mit klarer Verantwortung und nächstem Schritt.

01 · DER VORGANG

Einen echten Fall von Anfang bis Ende verfolgen.

Nicht fragen, wie der Prozess normalerweise läuft. Einen abgeschlossenen Vorgang nehmen und jede Übergabe, Rückfrage, Freigabe und Schleife entlang dieses Falls nachvollziehen.

DER VORGANG · DIE FEHLENDE ÜBERGABE
  1. Start
    Rechnung fachlich geprüft

    Die Freigabe kann angefordert werden.

  2. Bruch
    Freigabeperson abwesend

    Eine verbindliche Vertretung ist nicht hinterlegt.

  3. Folge
    Sachbearbeitung fragt nach

    Die Rechnung bleibt bis zur Klärung liegen.

Die Information ist vorhanden. Die Zuständigkeit für den nächsten Schritt fehlt.

Illustratives Beispiel · keine Kundendaten
02 · DIE DATEN

Nutzen, was Systeme tatsächlich belegen können.

Wo belastbare Daten vorhanden sind, werden Zeitstempel, Statuswechsel, Tickets, Transaktionen oder Rücksprünge genutzt. Nicht als Selbstzweck, sondern um Annahmen am realen Verlauf zu prüfen.

DIE DATEN · ZEITSTEMPEL
  1. 08:19
    ERP

    Status: geprüft

  2. 10:42
    E-Mail

    Rückfrage zur Zuständigkeit

  3. 15:08
    ERP

    Status: freigegeben

Die Zeitstempel belegen die Verzögerung. Ihre Ursache muss am Vorgang geprüft werden.

Illustratives Beispiel · keine Kundendaten
03 · DIE MENSCHEN

Dorthin gehen, wo die Arbeit aus dem System verschwindet.

Excel-Dateien, E-Mails, lokale Regeln und Wissen einzelner Personen sind keine Randnotiz. Sie erklären oft, warum der dokumentierte Prozess und die operative Realität auseinanderlaufen.

DIE MENSCHEN · FEHLENDE VERTRETUNG
  1. 01
    Anfrage per E-Mail

    Freigabe verlässt den Systemablauf

  2. 02
    Vertretung unklar

    Sachbearbeitung fragt nach

  3. 03
    Rechnung wartet

    Erst Zuständigkeit klären

Prüffrage: Ist für jede Freigabe eine zuständige Person samt Vertretung festgelegt?

Illustratives Beispiel · keine Kundendaten

NBC · PRINZIPWo belastbare Daten vorhanden sind, nutze ich sie. Wo Arbeit daneben stattfindet, gehe ich dorthin.

WIRTSCHAFTLICHE WIRKUNG

Was kostet dieser Bruch?

Ein Prozessbruch zeigt sich wirtschaftlich als Wartezeit, Nacharbeit, gebundene Fachkapazität oder unnötiges Risiko. Je nach Vorgang erreicht die Wirkung auch Rechnung, Cash und Kunde.

  • DURCHLAUFZEITWie lange wartet der Vorgang?
  • ARBEITSAUFWANDWelche Rückfragen und Nacharbeit binden Fachzeit?
  • BETRIEBLICHE FOLGEWas bedeutet die Verzögerung für Rechnung, Kunde oder Risiko?
VORGEHEN UND ERGEBNIS

So wird aus der Beobachtung ein überprüfbarer Eingriff.

Ein beispielhafter Befund zeigt, was Sie nach der Analyse in der Hand haben. Die Ursache wird geprüft, bevor eine Maßnahme empfohlen wird.

BEISPIELBEFUND · RECHNUNGSFREIGABE
  1. BeobachtungGeprüft, aber nicht freigegeben.

    Die Rechnung wartet nach der fachlichen Prüfung auf eine zuständige Person.

  2. UrsachenprüfungFehlt eine geregelte Vertretung?

    Abwesenheit, Zuordnung und Rückfragen anhand realer Fälle abgleichen.

  3. Maßnahme bei BestätigungVertretung am Vorgang hinterlegen.

    Freigaberecht und Eskalation verbindlich klären; vorhandene Systemfunktion prüfen.

  4. ErfolgskriteriumWeniger Warten, keine neue Fehlerlast.

    Wartezeit nach Prüfung und Rückfragen vor und nach der Änderung bei vergleichbaren Fällen messen.

Illustratives Arbeitsartefakt · keine Diagnose Ihres Betriebs. Die Maßnahme hängt vom belegten Befund ab.

RICHTIGER EINSTIEGSinnvoll, wenn ein wiederkehrender Vorgang operativ spürbar ist, seine tatsächliche Ursache aber noch nicht belastbar belegt wurde.

Prozesse · Die entscheidende Übergabe

Die Arbeit endet in Ihrer Abteilung. Der Vorgang noch lange nicht.

Ein Auftrag kann für den Vertrieb erledigt sein und in der Disposition trotzdem festhängen. Prüfen Sie, ob die nächste Person mit dem übergebenen Stand tatsächlich weiterarbeiten kann.

Ein Auftrag · vier Perspektiven auf denselben Vorgang
  1. 01Vertrieb

    Sind Umfang, Variante und Zusage eindeutig?

  2. 02Disposition

    Sind Material, Kapazität und Termin geklärt?

  3. 03Ausführung

    Liegen Freigabe und aktueller Arbeitsstand vor?

  4. 04Abrechnung

    Sind Leistung und Abnahme nachgewiesen?

VertiefungDokumentierter Beleg: Retouren über Übergaben verbessern

Wo hängt Ihr Vorgang heute?

Ein konkreter Fall reicht. Gemeinsam klären wir den ersten Bruch, seine Ursache und den nächsten sinnvollen Prüfschritt.